Ist WordPress kostenlos? Was kostet das CMS?

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Ist WordPress kostenlos? Was kostet das CMS?

WordPress ist ein kostenloses Content Management System. Dennoch kommt häufig die Frage auf, welche Kosten denn für WordPress entstehen. Warum ist das so? Vermutlich liegt es daran, dass sich die Frage, nicht ganz einfach beantworten lässt. Unter anderem deshalb, weil zwischen Lizenzkosten und Betriebskosten unterschieden werden muss — vor viel vorab: Lizenzkosten gibt es nicht.

Ist WordPress wirklich kostenlos?

Ja, WordPress ist kostenlos. Gemeint ist damit aber das Content Management System selbst. Nicht etwa die WordPress Agentur oder der Hosting-Provider, der ggf. hinzugezogen werden muss — dazu später mehr. WordPress ist ein Open Source System. Und das ist auch der eigentliche Grund, warum das CMS nichts kostet.

Open Source bedeutet, dass das System zur freien Verfügung steht — nicht nur zur Nutzung, sondern auch zur Weiterentwicklung, Modifikation oder für sonstige Abwandlungen. Es gibt somit keinen „Eigentümer“ von WordPress. Bei WordPress kann jeder mitentwickeln. Organisiert wird das über eine gemeinnützige Organisation. Mehr dazu lässt sich unter WordPress.org nachlesen.

Die Veröffentlichung des Quellcodes unter Open Source Lizenz ist übrigens auch einer der Gründe für den großen Erfolg von WordPress. Die Weiterentwicklung wird somit, nämlich von tausenden Entwicklern weltweit vorangetrieben. Anders als bei einem gewerblichen Anbieter gibt es keine Risiken zum Fortbestehen der Software, wie z.B. eine Insolvenz.

Betriebskosten nicht vergessen

Auch wenn WordPress als Software selbst, völlig kostenfrei ist, entstehen für den Betrieb einer Webseite auf Basis von WordPress einige Kosten. Das ist vermutlich einer der Gründe, weshalb die Aussage, WordPress sei kostenlos, verwirrend sein könnte.

Betriebskosten entstehen unter anderem für …

  • Hosting, also z.B. für den Webspace, vServer oder Root-Server
  • einen Dienstleister wie z.B. eine WordPress Agentur, welche Themen wie Design oder Programmierung übernimmt
  • für die Wartung
  • sonstigen Support
  • eigene Arbeitszeit

Wie hoch die Kosten für die jeweiligen Positionen ausfallen, kann nicht pauschal bestimmt werden. Das ist von vielen Faktoren abhängig. Beispielsweise entstehen bei stark frequentierten Webseiten oder Onlineshops höhere Kosten für das Hosting als bei kleinen, wenig anspruchsvollen Webseiten. Auch bei den Dienstleistern gibt es natürlich preisliche Unterschiede. Hier sollte man sich jedoch nicht von Stundensätzen verwirren lassen — schließlich nutzt einem auch der niedrigste Stundensatz nichts, wenn aufgrund mangelnder Kompetenz ein Vielfaches an Arbeitszeit anfällt als bei einem professionellen WordPress Programmierer.

Wie wird WordPress finanziert?

WordPress ist also kostenlos — aber irgendwie muss sich der Aufwand doch trotzdem bezahlt machen? Immerhin arbeiten weltweit tausende Webdesigner, Programmierer und Koordinatoren am WordPress Projekt mit. Tatsächlich ist es so, dass es für WordPress selbst kein Geschäftsmodell gibt. Tausende oder gar hunderttausende Unternehmen, Organisationen und Vereine profitieren von WordPress und an der Weiterentwicklung des Systems.

Viele möchten deshalb etwas zurückgeben — entweder in Form von Mitarbeit am System selbst oder mit der Entwicklung eigener Plugins oder der Theme-Entwicklung. Wer mit dem Open Source Gedanken nicht vertraut ist, wird hier vermutlich staunen. Die Community rund um WordPress ist tatsächlich einmalig — gerade in Hinblick auf die Größe. Aber auch in anderen Bereichen wie z.B. Unix gibt es unglaublich große Entwickler-Communitys, die gemeinsam eine Open Source Software vorantreiben.

WordPress.com und WordPress.org

Den Unterschied zwischen WordPress.com und WordPress.org haben wir bereits einmal ausführlich erläutert. WordPress.org als Open Source Content Management System und WordPress.com, einem kostenpflichtigen Dienst, der lediglich auf WordPress basiert, werden nämlich gern einmal miteinander verwechselt. WordPress.com ist ein Blog-Dienst wie z.B. Blogger (von Google), der die WordPress-Technologie verwendet, um einen kostenpflichtigen Dienst zur Verfügung zu stellen. Themen wie z.B. das Hosting sind hier bereits inkludiert. Dennoch ist WordPress.com und WordPress.org in keiner Weise vergleichbar.

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