WordPress: Die größten Mythen rund um das CMS

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WordPress: Die größten Mythen rund um das CMS

Gerüchte und Mythen verbreiten sich gerade im Internet wie ein Lauffeuer. Das gilt auch für das beliebte Content-Management-System WordPress, um das sich unzählige falsche Behauptungen ranken. Das mag nicht zuletzt der Tatsache geschuldet sein, dass WordPress inzwischen das CMS mit der weltweit größten Verbreitung ist. Über 40 Prozent aller Webseiten werden rund um den Globus mit WordPress betrieben — das perfekte Ziel für falsche Behauptungen und Mythen, mit denen wir in diesem Artikel einmal aufräumen möchten.

WordPress blickt auf eine lange Geschichte zurück. An ausreichend Spielraum für Gerüchte und Mythen mangelt es somit zweifelsohne nicht. Ursprünglich war das System bereits im Jahre 2001/2002 — damals noch unter dem Namen b2/cafelog — als reine Blogsoftware erschienen. Im Jahre 2003 erblickte dann die erste WordPress-Version auf dieser Basis das Licht der Welt. Daher rührt übrigens auch der erste Mythos unserer Liste.

Die größten WordPress Mythen

Mythos #1: WordPress ist eine Blog-Software

Der wohl am weitesten verbreitete Mythos in der Geschichte von WordPress: WordPress ist eine Blogsoftware und daher für professionelle Unternehmenswebseiten oder Onlineshops völlig ungeeignet. Diese Aussage bekommen wir, als WordPress Agentur, nicht selten zu hören. Grund für diese völlig falsche Behauptung ist die langjährige Geschichte des Systems. Ursprünglich als Blogsoftware erschienen, wurde WordPress dank seiner rasanten Weiterentwicklung binnen weniger Jahre zum vollwertigen Content-Management-System — in den Köpfer vieler Nutzer ist das allerdings noch nicht angekommen.

Wer sich mit WordPress und dessen Funktionen einmal etwas näher beschäftigt, der wird jedoch schnell feststellen, dass die Zeiten der reinen Blogsoftware wahrlich der Vergangenheit angehören — und das bereits seit vielen Versionen. Beweise, dass es sich bei WordPress tatsächlich nicht mehr nur um ein reines Blogsystem handelt, sondern vielmehr um ein vollwertigen CMS mit zusätzlicher Funktion für einen Blog, gibt es zur Genüge.

Immerhin nutzen inzwischen über 40 Prozent aller Webseiten weltweit WordPress als Basis — das wäre wohl kaum möglich, wenn WordPress nur über eine Blogfunktion verfügen würde. Auch die Tatsache, dass viele große und bekannte Unternehmen wie Mercedes-Benz oder Sony auf WordPress setzen, sollte unsere These ausreichend untermauern.

Wir gehen sogar noch einen Schritt weiter und sind der Meinung, dass WordPress ein Enterprise CMS ist. Schließlich bringt es alle Eigenschaften mit, auf die Unternehmen mit hohen Ansprüchen Wert legen. Datzu gehören unter anderem: Geringe Kosten und Technologie-Offenheit dank Open Source, einfache Bedienbarkeit, hohe Skalierbarkeit, hohe Sicherheitsstandards, DSGVO-ready, international/mehrsprachig und vieles mehr.

Mythos #2: WordPress ist unsicher

Fast gleichauf mit unserem ersten Mythos ist die Behauptung, WordPress wäre unsicher. Gerade mit zunehmender Verbreitung von WordPress hat sich dieses Märchen äußerst rasant verbreitet. Dabei ist genau das Gegenteil der Fall. In den vergangenen Jahren wurde WordPress an allen Ecken und Enden in Hinblick auf die Sicherheit optimiert und erweist sich somit als deutlich sicherer als die meisten anderen Content-Management-Systeme. Weshalb dennoch oftmals fälschlicherweise die Behauptung aufkommt, WordPress sei nicht sicher? Das liegt an der simplen Erweiterbarkeit des Content-Management-Systems.

Mit Themes und Plugins aller Art ist der Funktionsumfang von WordPress binnen weniger Sekunden aufgebohrt. Gerade Laien-Anwender greifen daher für jeden noch so kleinen Funktionswunsch unüberlegt zu teils zweifelhaften Plugins, welche die Sicherheit des gesamten Systems deutlich beeinflussen. Jedes Plugin stellt ein mögliches Einfallstor für Angreifer dar, weshalb die Installation selbiger Erweiterungen stets gut überlegt werden sollte. Wenn der Einsatz eines Plugins wirklich nötig und sinnvoll erscheint, sollte zudem darauf geachtet werden, welches der vielen Plugins zum Einsatz kommt.

Von qualitativ hochwertig, solide und sicher hin zu fehleranfällig und sicherheitstechnisch äußerst bedenklich, halten diverse einschlägige Plugin-Quellen alle erdenklichen Erweiterungen bereit. Im Zweifelsfall empfehlen wir die Beratung durch einen Profi. Ansonsten legen wir jedem WordPress-Anwender das Motto „So viele wie nötig, so wenige wie möglich“ zu Herzen.

Mythos #3: WordPress ist kostenlos

Der dritte Mythos unserer Liste ist genau genommen eine Teilwahrheit. Während WordPress in seinem Kern tatsächlich kostenlos ist (auch keine Lizenzkosten werden fällig) und jedermann zur freien Verfügung steht, so ist die Realisation einer professionellen Webseite auf WordPress Basis natürlich mit Kosten verbunden.

Zu einer professionellen Unternehmenswebseite gehören eine vollumfängliche Planung und Konzeption, ein durchdachtes Webdesign mit Responsive Design für mobile Endgeräte, eine saubere und sichere Programmierung nach neuesten Web-Standards sowie die regelmäßige Pflege und Wartung im Nachgang. Auch die Theme-Entwicklung oder Plugin-Entwicklung sind oftmals Teil professioneller Web-Projekte. Und auch für das Webhosting und die Domains entstehen natürlich gewisse Kosten, wenngleich sich diese in einem überschaubaren Rahmen bewegen.

Der Grund, warum WordPress selbst erst einmal nichts kostet, ist die Tatsache, dass das CMS unter der Open-Source-Lizenz veröffentlicht und entwickelt wird. Damit ist WordPress nicht nur vollends kostenlos, sondern darf zudem nach eigenen Belieben modifiziert und angepasst werden. Sogenannte Betriebskosten entstehen aber natürlich dennoch. Das trifft jedoch auch auf jedes andere CMS zu.

Mythos #4: WordPress besitzt keinen Support

Auch dieser Mythos stimmt nur zum Teil. Eine offizielle 24-Stunden-Hotline von WordPress gibt es tatsächlich nicht. Bei einem kostenlosen Content-Management-System sollte man jedoch auch nichts anderes erwarten. Bei Fragen oder Problemen steht man aber dennoch niemals allein da. Im offiziellen Hilfe-Forum von WordPress wird einem stets von Experten und der riesigen Community geholfen.

Außerdem gibt es eine ausführliche Dokumentation, die Antworten auf die meisten Fragen bereithalten sollte. Aufgrund der großen Verbreitung von WordPress gibt es zudem eine große Menge an Fachlektüre (sogar in Form diverser Bücher namhafter Autoren) und hilfreiche Artikel im Netz. Ebenfalls der weiten Verbreitung ist natürlich zu verdanken, dass es einige Dienstleister gibt, die sich rundum auf WordPress spezialisiert haben und bei Bedarf umfangreiche Supportdienstleistungen oder Wartungsservices offerieren. Hier können Sie mehr dazu erfahren.

Mythos #5: WordPress ist nicht für Onlineshops geeignet

Zu diesem Mythos unserer Liste fällt uns spontan nur eines ein: falsch! In Kombination mit WooCommerce, dem offiziellen E-Commerce-Plugin für WordPress, lässt sich das CMS in eine vollwertige Shopsoftware umbauen. Inzwischen gehört WooCommerce sogar zur Automattic Inc., dem Unternehmen des WordPress-Gründers Matt Mullenweg, womit die Weiterentwicklung auf unbestimmte Zeit gesichert ist. WooCommerce ist zwar keine eigenständige Shopsoftware, erfreut sich mit über 40 Prozent Marktanteil aber einer äußerst großen Beliebtheit. Rund 3,9 Millionen Onlineshops weltweit werden mit WooCommerce betrieben.

Oder anders gesagt: WooCommerce ist die meistgenutzte Shopsoftware der Welt. Zwar ranken sich auch um WooCommerce unzählige falsche Behauptungen, die oben aufgeführten Mythen sollte jedoch Beweis genug sein, wie schnell sich derartige Märchen verbreiten. Schenkt man diversen Gerüchten seinen Glauben, ist WooCommerce ausschließlich für kleine Shops mit einigen wenigen Produkten geeignet. Dass es jedoch einige internationale Onlineshops auf WooCommerce-Basis mit sechsstelligem Warenbestand, Umsätzen in Millionenhöhe, großen Besucheraufkommen und einer Anbindung an ein Warenwirtschaftssystem gibt, scheint man nicht bedacht zu haben.

Mythos #6: WordPress ist nicht für Traffic-starke Webseiten geeignet

Als WordPress Agentur werden wir nicht selten im Gespräch mit Kunden gefragt, ob sich WordPress auch für stark frequentierte Webseiten eignet. Kurz und knapp: Das tut es. Wie viel Traffic WordPress wirklich standhält, beweisen große Webseiten wie die Unternehmenspräsenz von Mercedes-Benz oder große Onlinemagazine wie TechCrunch oder TheVerge. Siehe dazu auch unser Artikel, welche großen Unternehmen inzwischen auf WordPress setzen.

Auch temporäre Besucheranstürme mit mehreren tausend gleichzeitigen Zugriffen stellen keine Probleme dar. Voraussetzung ist natürlich ein geeigneter Server und entsprechende Optimierungsmaßnahmen, wie die Nutzung eines effektiven Cache-Systems. Aufgrund der Tatsache, dass WordPress unter der Open-Source-Lizenz veröffentlicht wird, unterliegt man als Webseitenbetreiber somit keinerlei Bestimmungen und Vorgaben.

Es ist einem selbst überlassen, für welchen Hosting-Provider man sich entscheidet. Wenn eine WordPress-Webseite bei überdurchschnittlich vielen Besuchern den Geist aufgibt, dann mangelt es an ausreichend Rechenkapazität und/oder einer einwandfreien Umsetzung. Der Einsatz vieler Plugins tut dann oftmals sein Übriges. Auch völlig überladene, schlecht entwickelte Themes sind eine Bremse für gute Ladezeiten. Das Content-Management-System selbst trifft wirklich keinerlei Schuld.

Lesetipp: WordPress Theme kaufen — oder lieber doch nicht?

Mythos #7: Alle WordPress-Webseiten sehen gleich aus

Auch dieser Mythos scheint nicht totzukriegen. Einfach erklärt, ist WordPress lediglich eine Web-Oberfläche zum Verwalten von Inhalten, die in einer Datenbank gespeichert werden. In der Gestaltung der Webseite im Frontend ist man somit völlig frei. Etwaige Einschränkungen gibt es nicht.

Der einzige Grund, warum sich WordPress-Webseiten möglicherweise ähneln, ist die Tatsache, dass anstelle eines professionellen Webdesigns gern etwaige Fertig-Themes erworben werden. Diese sind natürlich frei erhältlich und werden somit nicht selten hunderttausende Male verwendet. Ein weiterer Grund ist natürlich ein gewisser Webdesign-Trend, dem viele Designer und Agenturen folgen. Folglich mag der Eindruck entstehen, Webseiten würden alle gleich aussehen. Die Lösung ist ein individuelles, professionelles Design einer kreativen Agentur.

Mythos #8: WordPress ist ein SEO-Selbstläufer

WordPress besitzt von Haus aus etliche Funktionen, die zur Suchmaschinenoptimierung beitragen. So gibt es etwa die Option, „sprechende“ URLs zu aktivieren. Über SEO Plugins, wie Yoast SEO, können weitere Funktionen ergänzt werden. Dazu gehören unter anderem die Möglichkeiten, Meta-Title und Meta-Description anzupassen oder eine XML Sitemap zu generieren.

Für ein sauberes OnPage SEO bringt WordPress somit einiges mit. Das ist richtig. Suchmaschinenoptimierung besteht jedoch aus weitaus mehr Faktoren. Vielleicht ist dieser WordPress-Mythos zugleich auch der Tatsache geschuldet, dass es bei einigen Anwendern an SEO-Kenntnissen mangelt. Schnelle Ladezeiten, suchmaschinenfreundlicher Quellcode, mehrwerthaltige und informative Inhalte sowie eine gute Usability sind ebenfalls wichtige Rankingfaktoren für eine effektive SEO Strategie. All das ist mit WordPress natürlich umsetzbar.



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