Was ist eigentlich ein WordPress Plugin?

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Was ist eigentlich ein WordPress Plugin?

Wer sich ein wenig näher mit WordPress beschäftigt, wird feststellen, dass man im Backend sogenannte Plugins installieren kann. Doch um was handelt es sich dabei? Was ist ein Plugin? Welche Plugins sollte man einsetzen und welche lieber nicht? Und wie funktioniert die Installation?

Was ist ein WordPress Plugin?

Bei WordPress Plugins handelt es sich kurz gesagt um Erweiterungen, mittels denen der Funktionsumfang des Content-Management-Systems einfach und schnell aufgebohrt werden kann. Einige Funktionen, die zu einer jeden Webseite gehören, bietet WordPress nicht „ab Werk“. Wer etwa ein Kontaktformular auf seiner Webseite integrieren möchte, benötigt dafür ein Plugin. Damit bleibt der „Kern“ von WordPress möglichst schlank und kann je nach Anforderungen und Wünschen individuell erweitert werden. Systeme, die standardmäßig einen zu großen Funktionsumfang direkt mitbringen, sind nicht selten viel zu überladen.

Große Plugin-Auswahl bei WordPress

Die Auswahl an Plugins ist riesig: Knapp 50.000 Erweiterungen zählt der offizielle Plugin-Pool auf WordPress.org inzwischen. Ob Plugins für Kontaktformulare, zur Verbesserung der Ladezeiten, Slideshows, Sidebar-Widgets oder Erweiterungen zur Suchmaschinenoptimierung (SEO). Der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt. Das erfolgreiche Shopsystem für WordPress — WooCommerce — ist ebenfalls in Form eines Plugins verfügbar. Darüber hinaus gibt es noch eine Reihe kostenpflichtiger Plugins, die auf verschiedenen Marktplätzen erhältlich sind. Diese große Auswahl ist einzigartig. Kein anderes CMS bietet einen solch großen Umfang an Erweiterungen — ein weiter Vorteil der riesigen Entwickler-Community rund um WordPress.

Lesetipp: 10 gute Gründe für WordPress

Vorteile von Plugins

Die Möglichkeit, WordPress mittels Plugins zu erweitern, birgt einige Vorteile. Welche das im Detail sind, möchten wir mit der nachfolgenden Liste beleuchten.

  • Funktionserweiterung ohne Modifizierungen: Einer der wohl größten Vorteile von Plugins dürfte sein, dass man den Funktionsumfang von WordPress erweitern kann, ohne die Core des Systems modifizieren zu müssen. Das erspart nicht nur jede Menge Zeit, sondern gewährleistet zudem, dass die Änderungen nicht verloren gehen, wenn man ein Update von WordPress durchführt.
  • Zeit- und Kostenersparnis: Gerade grundlegende Funktionen, wie ein Kontaktformular, muss man wahrlich nicht für jede Webseite neu entwickeln. Hier genügt der Einsatz von einem Plugin, das alle gewünschten Funktionen mit sich bringt. Das spart viel Zeit und vor allen Dingen Kosten. Das ist übrigens auch einer der vielen Gründe, weshalb sich mit WordPress auch anspruchsvolle und professionellen Webseiten zu einem fairen Preis realisieren lassen.
  • Updates: Setzt man auf qualitativ hochwertige Plugins, die stetig weiterentwickelt werden, muss man sich um die technische Weiterentwicklung keine Gedanken machen. Mit regelmäßigen Aktualisierungen ist für die Kompatibilität mit den neuesten Serveranforderungen (z. B. PHP-Version) sowie natürlich der WordPress-Version gesorgt.

So wenig wie möglich, so viele wie nötig

Trotz des umfangreichen Angebots an Plugins sollten die Erweiterungen mit Bedacht eingesetzt werden. „So wenig wie möglich, so viele wie nötig“ ist hierbei ein guter Vorsatz. Denn so praktisch Plugins auch sein mögen, sollte nicht vergessen werden, dass jede Erweiterung auch eine mögliche Angriffsfläche für Kriminelle sein könnte. Außerdem kann die Performance einer Webseite unter zu vielen bzw. zu vielen qualitativ minderwertigen Plugins spürbar leiden. Die Wahl der benötigten Plugins sollte man unter Umständen Profis überlassen, damit keine minderwertigen oder nicht mehr weiterentwickelten Plugins ihren Weg in das eigene WordPress-System finden.

Das ist übrigens auch einer der Gründe, warum regelmäßig der Mythos aufkommt, WordPress sei ein unsicheres System. Viele WordPressanwender gehen bei der Plugin-Auswahl nicht behutsam vor und machen ihre WordPress-Installation damit zur Einladung für kriminelle Hacker.

Und wo wir schon beim Thema WordPress Sicherheit wären. Nicht nur für WordPress selbst, auch und vor allen Dingen für Plugins gilt der Wartungsgrundsatz. Wer wichtige (Sicherheits-)Updates versäumt, riskiert schnell funktionale und sicherheitstechnische Probleme. Hier finden Sie mehr zum Thema WordPress Wartung.

WordPress Plugin installieren

Die Installation von WordPress Plugins ist denkbar einfach. Im Backend von WordPress findet sich in der linken Menüleiste der Punkt „Plugins“. Dort kann man sich einen Überblick über alle installierten Erweiterungen verschaffen. Mit einem Klick auf „Installieren“ landet man in der Plugin-Bibliothek von WordPress und hat Zugriff auf rund 50.000 Erweiterungen. Per Suchfunktion lässt sich nach speziellen Erweiterungen suchen, die Reiter „Empfohlen“ oder „Populär“ können die Suche gerade für Neulinge erleichtern.

Wurde das gewünschte Plugin gefunden, kann die Installation mit einem Klick auf „Jetzt installieren“ begonnen werden. Je nach Größe des Plugins dauert die Installation meist nur wenige Sekunden. Wählt man jetzt noch die Schaltfläche „Aktivieren“ ist das Plugin scharf geschaltet und lässt sich konfigurieren.

Noch ein Tipp zur Auswahl von Erweiterungen: Zu jedem Plugin finden sich wichtige Informationen, wie Bewertungen oder zu welchem Zeitpunkt das letzte Update erschienen ist. So kann man auf den ersten Blick ermitteln, ob das Plugin gewissen Qualitätsstandards entspricht und regelmäßig weiterentwickelt wird. Auch die Kompatibilität mit den verschiedenen WordPress-Versionen wird angegeben.

Fazit zum Thema WordPress Plugins

WordPress Plugins sind in unseren Augen zweifelsohne Fluch und Segen zugleich. Während der bewusste Einsatz von bestimmten, qualitativ hochwertigen Erweiterungen große Vorteile mit sich bringt, kann die Verwendung von zu vielen und/oder falschen Erweiterungen schnell große Probleme bereiten. Wir empfehlen daher, sich bei der Wahl von Plugins im Vorfeld genauesten zu informieren oder sich von WordPress Experten beraten zu lassen.



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