Gutenberg Editor deaktivieren – Classic Editor wiederherstellen

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Gutenberg Editor deaktivieren – Classic Editor wiederherstellen

Das Update auf WordPress 5.0 hat das Bearbeitungs-Erlebnis von Inhalten grundlegend verändert. Grund dafür ist der neue Editor namens „Gutenberg“. In den nachfolgenden Zeilen dieses Artikels möchten wir ein paar Worte zu der Neuerung verlieren. Außerdem erklären wir, wie sich Gutenberg deaktivieren bzw. der klassische Editor (Classic Editor) wiederherstellen lässt.

WordPress 5.0 und Gutenberg

Inzwischen ist der Gutenberg-Editor fester Bestandteil von WordPress. Schon zuvor, mit dem Update auf WordPress Version 4.9.8, war es möglich, den neuen Editor mittels Plugin zu installieren. Mit Version 5.0 hat Gutenberg den bisherigen Editor dann endgültig in den Ruhestand geschickt. In der Community häufen sich seither die Diskussionen. Auf der einen Seite sind die meisten WordPress Webseiten aus technischer Sicht (noch) nicht auf den neuen Editor vorbereitet und würden ohne Weiteres nicht ordnungsgemäß funktionieren. Darüber hinaus ist es natürlich so, dass viele Webseitenbetreiber schlichtweg bei den altbewährten Mitteln bleiben möchten — der Mensch ist schließlich ein Gewohnheitstier. Viele Nutzer sind zudem der Meinung, dass Gutenberg zwar generell ein richtiger Ansatz ist, man diese Neuerung aber in einer zu frühen und unfertigen Phase integriert hat. Dieser Unmut spiegelt sich auch in den Bewertungen für den Gutenberg Editor im offiziellen Plugin-Verzeichnis auf WordPress.org wieder. Bei über 200.000 aktiven Installationen haben knapp über 2.800 Bewertungen ein ernüchterndes Ergebnis von 2 von 5 möglichen Sternen ergeben.

Es ist eine ganz neue Art und Weise, WordPress zu benutzen.
WordPress-Team

Wie geht es nun weiter mit WordPress 5.0 und Gutenberg? Schließlich ist der Editor jetzt Pflichtprogramm für alle WordPress-Anwender. Oder? Kein Grund zur Sorge. Nicht ohne Grund gilt WordPress als eines der flexibelsten Content Management Systeme auf dem Markt. Selbstverständlich lässt sich der Gutenberg Editor einfach deaktivieren. Das verschafft Entwicklern und WordPress Agenturen noch etwas mehr Zeit, Webseiten für den neuen Editor vorzubereiten oder bei bewährten Mitteln zu bleiben. Ebenso können entschiedene Gutenberg-Gegner „für immer“ auf den klassischen WordPress Editor setzen.

Gutenberg Editor abschalten

Wie bereits erwähnt, ist Gutengerg seit dem Update auf WordPress 5.0 ein fester Bestandteil von WordPress. Zuvor gab es keinen Grund tätig zu werden. Wer also noch eine ältere Version von WordPress einsetzt, muss sich um Gutenberg keine Gedanken machen. Wer Gutenberg mit WordPress Version 4.9.8 im Rahmen des „Try Gutenberg“-Programms nutzt, kann den Editor durch Deaktivierung des offiziellen Gutenberg-Plugins abschalten. Für alle WordPress Installationen mit Version 5.0 oder neuer haben wir nachstehend alle Schritte vorbereitet, die notwendig sind, um weiterhin mit dem Classic-Editor arbeiten zu können.

Der wohl einfachste Weg, dem Gutenberg Editor den Garaus zu machen, ist die Nutzung des offiziellen Classic Editor Plugins von den WordPress-Machern. Mit der Installation wird der bisherige WordPress-Editor wiederhergestellt, womit auch die Verwendung von Plugins, die ihn erweitern oder altbekannte Meta-Felder, möglich ist.

Das Plugin ermöglicht zwei verschiedene Formen der Wiederherstellung des klassischen Editors.

  • Zum einen gibt es die Option der vollständigen Entfernung von Gutenberg. Damit bleibt alles beim Alten.
  • Die zweite Option ist, dass sowohl der Gutenberg als auch der klassische Editor zur Verfügung stehen und man sich bei der Bearbeitung einer Seite oder eines Artikels entscheiden kann, mit welchem Editor man arbeiten möchte.

Darüber hinaus wird auch der Hinweis im WordPress Dashboard zur Installation von Gutenberg deaktiviert. Das Plugin ist hier zu finden.

Was ist Gutenberg?

„Es ist eine ganz neue Art und Weise, WordPress zu benutzen.“ So beschreiben die WordPress Macher den neuen Gutenberg Editor kurz und knapp in einem Satz. Benannt nach Johannes Gensfleisch — genannt Gutenberg — der als Erfinder des modernen Buchdrucks mit beweglichen Metalllettern und der Druckerpresse gilt, läutet der Editor zweifelsohne eine neue Ära in der WordPress Geschichte ein.

Gutenberg besticht in erster Linie mit sogenannten „Blöcken“. Wer etwaige PageBuilder wie den bekannten Visual Composer schon einmal verwendet hat, dürfte sofort eine Vorstellung der Funktionalität haben. Anders als bislang, besteht der Editor künftig aus Bausteinen, die es einem ermöglichen, Artikel und Seiten inhaltlich individuell aufzubauen. Und das völlig ohne Programmierkenntnisse. So gibt es beispielsweise Blöcke für Überschriften und Zwischenüberschriften, Fließtext, Bilder, Zitate, Buttons oder verschiedene Spalten. Das macht die Inhaltspflege natürlich deutlich einfacher und schneller als bislang. Zwar mag der Gutenberg-Editor nicht für jede Webseite und jedes Anwendungsszenario die beste Lösung sein, gerade für kleinere Webseiten und Blogs ist Gutenberg sicherlich eine Bereicherung.

Natürlich versuchen die WordPress Macher mit Gutenberg das beliebte Content Management System damit noch einfacher und flexibler zu machen. Gutenberg darf insofern auch als Antwort auf etwaige Homepagebaukästen verstanden werden, mit denen WordPress konkurriert. Genauso wenig wie sich ein Homepagebaukasten für eine ambitionierte Webseite eignet, dürfte auch der Einsatz von Gutenberg für ein großes Projekt sinnvoll sein. Hier möchten wir uns jedoch auch kein pauschales Urteil erlauben. Am Ende bleibt abzuwarten, wie sich Gutenberg und dessen Funktionen in den kommenden Monaten entwickeln. Laut den Entwickler ist WordPress 5.0 nämlich erst der Anfang einer völlig neuen WordPress Ära.

Übrigens: Wer den Editor einmal ausprobieren möchte, aber keine Installation wagt, kann dies auf der offiziellen WordPress-Webseite in einer Live-Demo tun.



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