WordPress Permalinks: Was ist das & worauf muss man achten?

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WordPress Permalinks: Was ist das & worauf muss man achten?

Permalinks? Was ist das eigentlich? Wer mit WordPress arbeitet, wird früher oder später über diese Begrifflichkeit stolpern. In diesem Artikel haben wir alle Informationen rund um Permalinks und Permalinks in Bezug auf WordPress gesammelt und beantworten die wichtigsten Fragen.

Was sind Permalinks überhaupt?

Grundsätzlich gibt es Permalinks nicht nur im WordPress-Kosmos, sondern auch überall sonst im Internet. Der Begriff setzt sich aus den beiden Wörtern „permanent“ und „hyperlink“ zusammen. Ein Permalink bezeichnet eine permanente URL einer Seite bzw. Unterseite. Bedeutet: Ein gewisser Inhalt ist über eine permanente, sich nicht ändernde URL erreichbar. „Permalink“ ist somit die Kurzform für den Begriff „permanenter Link“ und genau das Gegenteil einer dynamischen URL.

Auch wenn ein Inhalt unter einem Permalink erreichbar ist, bedeutet das natürlich nicht, dass dies für immer und ewig so sein muss. Selbstverständlich kann sich die URL auch einmal ändern, beispielsweise wenn es den ursprünglichen Inhalt nicht mehr gibt. Grundsätzlich ändert sich die URL aber nicht einfach bzw. nicht automatisch. Anders sieht es bei dynamischen URLs aus. Diese kennt man beispielsweise von Filter-Funktionen in Onlineshops. Diese URLs bzw. der Inhalt unter einer jeweiligen URL ändern sich somit automatisch, abhängig von bestimmten Gegebenheiten.

Permalinks, auch Permanentlink genannt, sollen also in erster Linie sicherstellen, dass ein gewisser Inhalt dauerhaft unter seiner Adresse aufzufinden ist. Nur so können im Internet gewisse Strukturen entstehen, z.B. durch die Verlinkung von Inhalten innerhalb einer Webseite oder zwischen mehreren, verschiedenen Webseiten.

Wie ein Permalink aussieht, spielt grundsätzlich keine Rolle. Der Aufbau bzw. die Struktur kann beliebig sein, solange das „oberste Gebot“ — nämlich dass sich die URL nicht einfach ändert — berücksichtigt ist. Natürlich ist es aber durchaus sinnvoll, wenn ein Permalink einer gewissen Struktur folgt bzw. schon namentlich Aufschluss über den Inhalt einer Seite gibt.

Warum sind Permalinks wichtig?

Permalinks sind ein Kernelement jeder erfolgreichen Website und ein wesentlicher Aspekt für die Funktionsweise des heutigen Internets. Schließlich besteht das Internet grundsätzlich aus Verlinkungen. Und eine Webseite kann nur ordnungsgemäß funktionieren, wenn wesentliche Seiten bzw. Inhalte über Permalinks erreichbar sind.

Die Verlinkung von Informationen oder das Speichern von Favoriten — all diese Dinge wären ohne Permalinks gar nicht möglich. Auch Google ist letztlich ein Verzeichnis von Informationen und Inhalten aus dem gesamten Internet — ohne Permalinks gäbe es keine Indexierung. Zum Thema Suchmaschinen bzw. Suchmaschinenoptimierung später mehr.

WordPress und die Permalinks

Jedes Mal, wenn man eine neue Unterseite, einen Artikel oder ein Produkt innerhalb einer Webseite oder eines Onlineshops erstellt, sind auch die Permalinks automatisch aktiviert. Das heißt aber nicht, dass man sich auf der vorgegebenen Permalink-Struktur ausruhen kann. WordPress nutzt standardmäßig eine weniger vorteilhafte Struktur für die Permalinks. Ein solcher Permalink sieht in etwa so aus:

https://www.beispiel-website.abc/?page_id=123

Diese Struktur kann ohne Weiteres im Backend verändert werden. Verschiedene Möglichkeiten stehen zur Verfügung, aber auch eine individuelle Struktur ist möglich. Einzige (technische) Voraussetzung von der eher kryptischen Variante mit der Post-ID hin zu einer „hübschen“, sprechenden URL ist das Apache-Modul mod_rewrite — auch auf nginx-Webservern funktioniert das mittels der try-files. (WordPress Systemanforderungen)

Standardmäßig kann man in den Permalink-Einstellungen zwischen folgenden, vorgefertigten Permalink-Optionen wählen:

  • Einfach (domain.abc/?=123)
  • Tag und Name (domain.abc/2020/05/15/beispiel)
  • Monat und Name (domain.abc/2020/05/beispiel)
  • Numerisch (domain.abc/archive/123)
  • Beitragsname (domain.abc/beispiel)
  • Benutzerdefiniert (beliebig)

Letztgenannte Permalink-Form ermöglicht einen ganz eigenen, individuellen Aufbau. Dabei kann man sich verschiedenen „Bausteinen“ bedienen, die dann die Permalinks nach individueller Struktur formen. Zur Auswahl stehen die folgenden Platzhalter:

  • %year%
    Das Jahr der Veröffentlichung des Inhalts, vierstellig, zum Beispiel 2020
  • %monthnum%
    Monat des Jahres, zum Beispiel 05
  • %day%
    Tag des Monats, zum Beispiel 24
  • %hour%
    Stunde des Tages, zum Beispiel 12
  • %minute%
    Minute der Stunde, zum Beispiel 45
  • %second%
    Sekunde der Minute, zum Beispiel 31
  • %post_id%
    Die eindeutige ID des Beitrags, zum Beispiel 123
  • %postname%
    Der Titel des Inhalts als bereinigte URL. Aus „Das ist ein toller Post“ wird die URL „das-ist-ein-toller-post“.
  • %category%
    Eine bereinigte Version des Kategorienamens. Verschachtelte Unterkategorien erscheinen als verschachtelte Verzeichnisse in der URL.
  • %author%
    Eine bereinigte Version des Autorennamens.

Natürlich kann über diese Weise auch eine ganz eigene Struktur definiert werden. Beispielsweise eine Kombination aus einem Wort und einem Platzhalter. Denkbar wäre beispielsweise der URL-Aufbau, den man von statischen, nicht Datenbank-basierten Webseiten kennt — mit der Endung .html. Dazu wählt man einfach %postname% und ergänzt „.html“ dahinter.

Struktur der WordPress Permalinks festlegen

Nachdem wir nun geklärt haben, welche Möglichkeiten es für die Permalink-Struktur gibt, schauen wir uns nun an, wie sich der Aufbau anpassen bzw. festlegen lässt. Diese Einstellung wirkt sich global aus und sollte somit nicht nachträglich einfach verändert werden.

Konkret bedeutet das, dass man die Struktur zum Start der Webseite einmal definieren und dann nicht mehr ändern sollte. Sofern die Struktur zu einem späteren Zeitpunkt geändert werden muss, erfordert dies einige Vorkehrungen, wie etwa eine Redirect-Strategie, sodass die URLs entsprechend umgeleitet werden. Andernfalls sind das Resultat eine Welle von 404 Fehlern im Google-Index und eine Vielzahl von verärgerten Nutzern, die gespeicherte oder verlinkte Inhalte nicht mehr finden können.

  1. Um die Permalink-Struktur in WordPress anzupassen, meldet man sich zunächst als Administrator im WordPress-Backend an und begibt sich in den Bereich „Einstellungen“. Dort findet sich der Unterpunkt „Permalinks“.
  2. Hier kann man zwischen den verschiedenen Einstellungen bzw. Strukturen (siehe oben) wählen. Wir empfehlen die Optionen „Beitragsname” oder „Benutzerdefiniert” zu wählen. Beide Strukturen enthalten keinerlei Füllwörter oder zeitliche Abhängigkeiten. Das Format für eine datumbasierte URL-Struktur ist beispielsweise sehr unschön, wenn der Inhalt selbst zeitlich unabhängig ist. Für den Nutzer sieht es dann immer nach einem veralteten Content aus. Die Einstellung „Benutzerdefiniert” hat den Vorteil, dass man selbst entscheiden kann, aus welchen Elementen sich ein Link zusammensetzt.
  3. Nicht vergessen: Die Einstellungen müssen noch gespeichert werden. Je nach Schreibberechtigungen auf dem Server ist ein Klick auf den Button „Speichern“ ausreichend. Unter Umständen muss die Permalink-Struktur in der .htaccess-Datei auf dem Server eingefügt werden. Die .htaccess-Date findet sich im Root-Verzeichnis der WordPress Installation.

Permalinks einzeln anpassen

Nachdem die globale Permalink-Struktur gewählt wurde, kann natürlich der Permalink eines jeweiligen Inhalts bestimmt werden. Grundsätzlich generiert sich der Permalink automatisch aus dem Titel des Artikels oder der Seite.

Natürlich kann man den Permalink auch manuell anpassen. Dazu bearbeitet man einfach den jeweiligen Inhalt und klickt unter dem Title bei dem Permalink auf den Button „Bearbeiten“. Auch hier gilt: Am Besten vor der Veröffentlichung des Inhalts, nicht dann, wenn der Inhalt bereits bei Google indexiert oder auf anderen Webseiten verlinkt wurde. Wenn sich die URL doch nachträglich einmal ändern sollte, erfordert das entsprechende Umleitungen, sogenannte Redirects.

SEO und Permalinks

Auch in Hinblick auf die Suchmaschinenoptimierung sind Permalinks äußerst wichtig. Welche Struktur besser oder schlechter ist, kann man nicht pauschal beantworten. Hierbei spielen verschiedene Faktoren eine Rolle. Wie bereits erwähnt, hat jede Permalink-Struktur Vor- und Nachteile. Bei zeitlich unabhängigen Inhalten ist ein Datumsformat beispielsweise eher kontraproduktiv.

Viel wichtiger ist aber, dass sich die Permalink-Stuktur einmalig ist, sich nicht ändert (und wenn dann nur mit Redirects, wie bereits erwähnt) und einigen weiteren Regeln folgt. So sollten beispielsweise Bindestriche verwendet werden, keine Unterstriche. Sonderzeichen und Umlaute ebenso nicht, wenngleich diese ohnehin automatisch bereinigt werden — zumindest bei WordPress. Außerdem sollte kein Keyword-Spam betrieben werden. Im Falle der sprechenden URLs sollte/darf das Keyword natürlich im Permalink vorkommen, Doppelungen sollten allerdings vermieden werden. Auch sollte ein Permalink nicht allzu lang sein — 4-6 Wörter sind sicherlich sinnvoll, zu kurz oder zu lang ist ebenfalls kontraproduktiv.

Kurz und knapp lässt sich zusammenfassend sagen, dass Permalinks eine sinnvolle, eindeutige URL zu einem Inhalt darstellen sollten, die dauerhaft verfügbar ist. Nicht zu kurz, nicht zu lang und ohne Keyword-Spam.

Umleitungen einrichten

Sollte das oben bereits erwähnte Szenario auftreten, dass sich ein Permalink einmal nachträglich ändern muss, sind Redirects erforderlich. Diese gewährleisten, dass nicht nur die Besucher auf den neuen Permalink umgeleitet werden, sondern eben auch Suchmaschinen wie Google. Das ist zum einen wichtig, dass es keinen unschönen 404-Fehler in den Suchergebnissen gibt — das verärgert übrigens auch Nutzer. Zum anderen würde ohne Redirect das bisher erarbeitete Ranking bei Google verloren gehen. Über einen Redirect lässt sich das Ranking „vererben“.

Ein Redirect kann manuell in der .htaccess-Datei des Webservers erstellt werden. Alternativ gibt es diverse Plugins, die einem eine nutzerfreundliche Oberfläche zum Erstellen von Redirects bieten. Wir empfehlen beispielsweise das Plugin „Redirection“ von John Godley, zu finden im WordPress-Plugin-Pool.



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