WordPress SEO: Die wichtigsten Tipps für Einsteiger

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WordPress SEO: Die wichtigsten Tipps für Einsteiger

WordPress zählt zu den suchmaschinenfreundlichsten Content-Management-Systemen überhaupt. Dennoch bedeutet das nicht, dass eine WordPress-Website automatisch gute Rankings bei Google erzielt. Erst die richtigen technischen Grundeinstellungen und hochwertige Inhalte schaffen die Basis für langfristigen SEO-Erfolg.

Die gute Nachricht: Bereits mit wenigen Anpassungen können typische Fehler vermieden und eine Website optimal für Suchmaschinen vorbereitet werden. In diesem Leitfaden zeigen wir die wichtigsten WordPress SEO Grundeinstellungen – verständlich erklärt und direkt umsetzbar.

Hinweis zum Thema KI SEO (auch AI SEO oder GEO): Crawler von KI-Diensten nutzen oftmals ähnliche Faktoren und Qualitätsmerkmale, wie der klassische Google Crawler. Wenn die nachfolgenden Tipps umgesetzt wurden, steht einem guten Ranking in den KI-Chats und AI-Results grundsätzlich ebenfalls nichts im Wege.

Warum ist WordPress so SEO-freundlich?

Oft hört man den Satz: „Google liebt WordPress.“ Vor etlichen Jahren war diese Aussage noch treffender als heute. Denn „früher“ gab es noch etliche Content-Management-Systeme, die die Grundlagen der Suchmaschinenoptimierung nicht einmal annähernd unterstützt haben. Natürlich hat sich hier vieles getan und etliche Systeme haben nachgerüstet. Die Kernaussage stimmt aber weiterhin. Google bewertet zwar nicht das verwendete Content-Management-System, aber die Qualität einer Website. Und WordPress bringt nach wie vor bereits viele technische Voraussetzungen mit, die Suchmaschinen eine effiziente Indexierung erleichtern – nicht zuletzt auch durch gute Plugins.

Dazu gehören beispielsweise:

  • sprechende URLs (sofern aktiviert)
  • schnelle Erweiterbarkeit durch SEO-Plugins, die dann wiederum vieles mitbringen
  • unabhängig vom Theme: Responsive Design besitzt eigentlich jede Webseite
  • HTTPS Unterstützung

Damit besitzt WordPress eine hervorragende Grundlage für erfolgreiche Suchmaschinenoptimierung.

WordPress SEO Tipps für Einsteiger

Die nachfolgenden Tipps und Kniffe richten sich in erster Linie an Einsteiger und Neulinge, die WordPress unter Umständen gerade erst installiert haben und gleich zu Beginn keine groben Fehler begehen möchten. Aber auch Einsteiger, deren Webseite bereits seit einiger Zeit im World Wide Web verweilt, können mit Sicherheit noch etwas lernen.

1. Die Sichtbarkeits-Einstellung

Die Suchmaschinen-Sichtbarkeit ist eine der wichtigsten Grundeinstellungen überhaupt.

Unter Einstellungen → Lesen befindet sich die Option im Backend:

„Suchmaschinen davon abhalten, diese Website zu indexieren.“

Auf produktiven Websites sollte diese Option deaktiviert sein. Also: Der Haken darf hier nicht gesetzt sein!

Ist die Einstellung aktiviert, signalisiert WordPress Suchmaschinen, dass eine Indexierung nicht erwünscht ist. Zwar kann Google einzelne Seiten unter bestimmten Umständen dennoch aufnehmen, eine zuverlässige Indexierung ist jedoch nicht gewährleistet.

Besonders nach einer Neuinstallation, einem Relaunch oder einer Migration sollte diese Einstellung kontrolliert werden. Ein versehentlich gesetzter Haken gehört zu den häufigsten Ursachen dafür, dass neue Websites nicht in den Suchergebnissen erscheinen.

Übrigens: Sollte beispielsweise ein SEO Plugin im Einsatz sein, kann es vorkommen, dass die Webseite trotz falscher Sichtbarkeits-Einstellung indexiert wird. Oftmals funktioniert das aber auch nur deshalb, weil das SEO Plugin die Meta-Angaben zum Indexierungsverbot überschreibt. Auf die nicht zugelassene Indexierung wird aber dennoch in der robots.txt hingewiesen, womit keine einwandfreie Indexierung möglich ist. Deshalb ist es umso wichtiger, dass die Sichtbarkeits-Einstellung korrekt geregelt ist. Der erste Schritt für eine verbesserte Auffindbarkeit ist somit getan.

2. Die Permalinks

Eine „saubere“ URL-Struktur ist nicht nur für Google von Vorteil, sondern natürlich auch für den Webseiten-Besucher. Standardmäßig arbeitet WordPress mit nichtssagenden, kryptischen URLs. Im Backend unter Einstellungen -> Permalinks lässt sich das jedoch im Handumdrehen ändern. Mit nur wenigen Klicks wird aus domain.de/?p=34232 beispielsweise domain.de/leistungen. Sowohl Google als auch Nutzer können so auf den ersten Blick erahnen, was sich hinter der URL wohl verbergen mag. Bei der kryptischen „Schreibweise“ der URLs ist das nicht möglich.

Folgende Permalink-Strukturen gibt es:

  • Einfach / Standard (nicht zu empfehlen)
  • Tag und Name
  • Monat und Name
  • Nummerisch
  • Artikelname
  • Benutzerdefinierte Struktur

Wir empfehlen grundsätzlich, die Struktur „Beitragsname“ zu wählen. Dabei besteht die URL ausschließlich aus dem Namen der Seite bzw. des Artikels. Die Standard-Einstellung ist aufgrund der kryptischen Darstellung wie bereits erwähnt nicht zu empfehlen, gleiches gilt für „Tag und Name“ oder „Monat und Name“. Die Strukturen mit Bezug auf ein Datum sind insofern ungeeignet, als dass bei der Überarbeitung eines Artikels die somit nicht mehr aktuelle Datumsangabe in der URL verbleibt. Außerdem gehen von dieser Struktur keinerlei Vorteile aus, weshalb man sich das getrost sparen kann.

3. Ein geeignetes SEO Plugin

Ein modernes SEO-Plugin gehört zur Grundausstattung jeder WordPress-Website.

Es übernimmt zahlreiche Aufgaben, die WordPress standardmäßig nicht oder nur eingeschränkt bietet. Dazu zählen beispielsweise:

  • Pflege von Meta-Titeln und Meta-Beschreibungen
  • Erstellung einer XML-Sitemap
  • Verwaltung von Canonical-Tags
  • Steuerung der Indexierung einzelner Seiten
  • Integration strukturierter Daten (Schema.org)
  • Optimierung der Darstellung in sozialen Netzwerken

Zu den bekanntesten Lösungen gehören unter anderem Yoast SEO, Rank Math und All in One SEO. Welches Plugin zum Einsatz kommt, ist letztlich eine Frage der persönlichen Anforderungen und Vorlieben.

4. Hochwertige Inhalte mit Mehrwert

Technische Suchmaschinenoptimierung bildet zwar die Grundlage für gute Rankings, entscheidend ist jedoch auch die Qualität der Inhalte.

Google verfolgt das Ziel, Suchanfragen möglichst umfassend und hilfreich zu beantworten. Inhalte sollten deshalb nicht ausschließlich für Suchmaschinen erstellt werden, sondern in erster Linie den Informationsbedarf der Nutzer erfüllen.

Hochwertige Inhalte zeichnen sich unter anderem durch folgende Merkmale aus:

  • fachlich korrekt und aktuell
  • klar strukturiert (Zwischenüberschriften, Quellenangaben, interne Verlinkungen etc.)
  • verständlich formuliert
  • einzigartig und ohne Duplicate Content
  • sinnvoll mit Bildern, Videos oder Grafiken ergänzt (multimediale Aufbereitung)
  • regelmäßig aktualisiert

Statt möglichst viele Inhalte zu veröffentlichen, ist es meist sinnvoller, weniger, dafür aber hochwertige und umfassende Artikel bereitzustellen.

5. Überschriften sinnvoll strukturieren

Eine logische Überschriftenstruktur verbessert sowohl die Lesbarkeit als auch das Verständnis der Inhalte für Suchmaschinen.

Empfohlen wird:

  • genau eine H1-Überschrift pro Seite bzw. Unterseite
  • H2 für Hauptkapitel
  • H3 und H4 für Unterkapitel
  • keine Sprünge innerhalb der Hierarchie
  • nichtssagende Headlines wie „Wir freuen uns auf Ihre Anfrage“ sollten keine H-Headline sein

H2 Überschriften dürfen, anders als H1, mehrfach pro Unterseite verwendet werden. Es sollte jedoch sparsam damit umgegangen werden.

Eine klare Gliederung erleichtert Besuchern die Orientierung und unterstützt Suchmaschinen dabei, die Struktur eines Artikels besser zu erfassen.

6. Bilder für Suchmaschinen optimieren

Bilder erhöhen die Attraktivität eines Artikels und können zusätzlich Besucher über die Google-Bildersuche auf eine Website bringen.

Vor dem Upload empfiehlt es sich, Bilder hinsichtlich Dateigröße und Dateiformat zu optimieren.

Wichtige Maßnahmen sind:

  • aussagekräftige Dateinamen (Worttrennungen mit Bindestrich, nicht mit Unterstrich oder Leerzeichen)
  • passende Alt-Texte
  • moderne Bildformate wie WebP oder AVIF
  • angemessene Komprimierung
  • Lazy Loading

Gut optimierte Bilder verbessern sowohl die Ladezeit als auch die Benutzerfreundlichkeit. Alt-Texte sind wichtig für die Barrierefreiheit.

7. Interne Verlinkung nutzen

Die interne Verlinkung gehört zu den meistunterschätzten Maßnahmen der Suchmaschinenoptimierung.

Durch interne Links können Suchmaschinen neue Inhalte schneller entdecken und thematische Zusammenhänge und Relevanz besser erkennen. Gleichzeitig profitieren Besucher von einer besseren Navigation und finden schneller weiterführende Informationen.

Empfohlen wird, thematisch verwandte Inhalte sinnvoll miteinander zu verknüpfen und wichtige Seiten mehrfach intern zu verlinken.

8. XML-Sitemap überprüfen

Eine XML-Sitemap erleichtert Suchmaschinen das Auffinden neuer und aktualisierter Inhalte. Gerade bei Webseiten mit sehr viel Content (über 10.000 Inhalte) ist eine XML-Sitemap besonders wichtig.

Moderne SEO-Plugins erstellen eine solche Sitemap in der Regel automatisch.

Nach der Einrichtung sollte die Sitemap in der Google Search Console hinterlegt werden (siehe auch Punkt 11 dieses Artikels). Dadurch können neue Inhalte häufig schneller gecrawlt und indexiert werden.

Wichtig: in der XML-Sitemap sollten nur diejenigen Inhaltstypen und Inhalte aufgeführt werden, die wirklich wichtig sind und bei Google indexiert werden sollen. Siehe auch Punkt 10 dieses Artikels.

9. Ladezeiten optimieren

Die Ladegeschwindigkeit einer Website gehört seit vielen Jahren zu den Rankingfaktoren von Google und beeinflusst zusätzlich die Nutzererfahrung.

Zu den wichtigsten Optimierungsmaßnahmen zählen:

  • Caching
  • Bildkomprimierung
  • Lazy Loading
  • aktuelle PHP-Version
  • leistungsfähiges Hosting
  • CSS- und JavaScript-Minifizierung
  • möglichst wenige unnötige Plugins

Zusätzlich empfiehlt sich eine regelmäßige Überprüfung der Core Web Vitals, um mögliche Performance-Probleme frühzeitig zu erkennen.

Die Grundlage für schnelle Ladezeiten, ist eine schlanke Technik der Webseite. Bedeutet: Schlankes Theme oder Custom Theme, wenige Plugins und schnelles Hosting. Zusätzliche Plugins wie WP Rocket helfen mittels Caching und Co. für ein optimales Ergebnis.

Zur Prüfung der Ladezeiten kann das offizielle Test-Tool von Google verwendet werden: Google PageSpeed Insights

10. Die Indexierung gezielt steuern

Nicht jede Seite einer Website muss in den Suchergebnissen erscheinen.

Bestimmte Inhalte eignen sich häufig besser für eine Noindex-Auszeichnung, beispielsweise:

  • interne Suchergebnisse
  • Login-Seiten
  • Danke-Seiten
  • doppelte oder sehr ähnliche Inhalte
  • Autoren-Seiten
  • Tag-Archive

Eine gezielte Steuerung der Indexierung hilft Suchmaschinen dabei, sich auf die wirklich relevanten Inhalte einer Website zu konzentrieren.

Hinweis: Datenschutz- und Impressumsseiten sollten heute in der Regel indexiert bleiben, da sie Vertrauen schaffen und rechtlich relevante Informationen enthalten.

11. Die Google Search Console einrichten

Die Google Search Console gehört zu den wichtigsten kostenlosen Werkzeugen für die Suchmaschinenoptimierung. Sie liefert wertvolle Informationen darüber, wie Google eine Website wahrnimmt und hilft dabei, technische Probleme frühzeitig zu erkennen.

Nach der Verifizierung der Website können unter anderem folgende Informationen eingesehen werden:

  • Suchanfragen, über die Besucher auf die Website gelangen
  • Impressionen, Klicks und durchschnittliche Positionen in den Suchergebnissen
  • Indexierungsstatus einzelner Seiten
  • Crawling-Fehler und Weiterleitungsprobleme
  • Core Web Vitals und weitere Leistungsdaten
  • XML-Sitemaps zur schnelleren Indexierung neuer Inhalte

Darüber hinaus können neue Seiten zur Indexierung eingereicht und die Auswirkungen von Optimierungsmaßnahmen nachvollzogen werden. Insbesondere nach einem Relaunch oder größeren Änderungen an einer Website empfiehlt sich ein regelmäßiger Blick in die Google Search Console, um mögliche Probleme frühzeitig zu erkennen.

Für eine langfristig erfolgreiche Suchmaschinenoptimierung sollte die Google Search Console daher auf keiner WordPress-Website fehlen.

Fazit

WordPress bietet bereits viele technische Voraussetzungen für eine erfolgreiche Suchmaschinenoptimierung. Erst die richtigen Grundeinstellungen und kontinuierliche Optimierungen schaffen jedoch die Grundlage für nachhaltige Rankings.

Zu den wichtigsten Maßnahmen gehören eine korrekte Suchmaschinen-Sichtbarkeit, sprechende Permalinks, ein aktuelles SEO-Plugin, hochwertige Inhalte, schnelle Ladezeiten sowie eine durchdachte interne Verlinkung.

Suchmaschinenoptimierung ist kein einmaliges Projekt, sondern ein fortlaufender Prozess. Regelmäßige Aktualisierungen, technische Verbesserungen und hochwertige Inhalte tragen langfristig dazu bei, die Sichtbarkeit einer WordPress-Website in den Suchergebnissen nachhaltig zu verbessern.



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2 Meinungen zu “WordPress SEO: Die wichtigsten Tipps für Einsteiger
  1. Sehr guter und leicht verständlicher Artikel! Hab gerade meinen Blog (siehe Link) mal danach optimiert. Bin mal gespannt, ob sich was tut.

    Und wenn es nach unten geht, bist du schuld und ich spamme dich auf Twitter zu! ;P

  2. Hello Jan,

    habe mir mal deinen Beitrag zu diesem Thema durchgelesen und muss sagen, dass ich einige Punkte von deinen Grundeinstellungen für meine Blogs auch verwende.

    Was mir persönlich noch an deinem Artikel noch fehlt, sind die Pingdienste die du verwenden würdest. Da gibt es so viele, dass man da kaum noch weiß, welche wirklich was nützen.

    LG Gregor

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